Autogenes Training

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Das autogene Training (griechisch „autos“ = selbst, „genos“ = üben) ist ein Entspannungsverfahren, das auf Autosuggestion beruht.

Ausgehend von der Selbsthypnose entwickelte der Berliner Neurologe und Psychiater Johannes H. Schultz (1884-1970) in den 1920er-Jahren das autogene Training. Schultz hatte festgestellt, dass einige Patienten alleine durch die Konzentration auf Gefühle von Wärme und Schwere in einen leichten Trancezustand fielen. Er nannte diesen selbst erzeugten Trancezustand „autogen“ und das Verfahren vorerst „autogene Organübungen“. Das Grundlagenwerk von Schultz von 1932 trägt dann den Titel „Das autogene Training. Konzentrative Selbstentspannung“. Mittlerweile wird das autogene Training in der ganzen Welt angewendet.

Autosuggestion ist im Alltag weit verbreitet: Es handelt sich um eine Art Selbstgespräch, in dem man sich selbst Handlungsanweisungen gibt, zum Beispiel „ich rege mich nicht auf“ oder „ich bleibe ganz ruhig“. Durch die Konzentration auf bestimmte autosuggestive Übungen (Selbstanweisungen) kann ein Zustand der inneren Ruhe und Entspannung erreicht werden. Die Vorstellung von Wärme und Schwere des Körpers hat im autogenen Training eine zentrale Rolle inne, weil sich entspannte Muskulatur wärmer und schwerer anfühlt als die angespannte.

Im Gegensatz zur Hypnose wird das autogene Training nicht vom Therapeuten, sondern vom Patienten selbst durchgeführt, der somit die Kontrolle behält.

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