Biodynamische Psychologie/Biodynamik

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Die Biodynamische Psychologie/Biodynamik – auch biodynamische Körpertherapie genannt – ist eine Behandlungsform, die Körper, Geist und Seele gleichermassen einbezieht. Unter Anwendung verschiedener Methoden werden physische und psychische Blockaden gelöst und die Selbstheilungskräfte aktiviert.

Die Biodynamik geht auf die norwegische Psychologin und Physiotherapeutin Gerda Boyesen (1922-2005) zurück. Auf der Grundlage der Arbeiten von Sigmund Freud, Carl Gustav Jung und Wilhelm Reich entwickelte sie in den 1950er- und 1960er-Jahren in Norwegen eine eigene Therapieform. 1968 wanderte Gerda Boyesen nach London aus, wo sie 1974 ihr eigenes Ausbildungsinstitut eröffnete. Nach dem Tod von Gerda Boyesen wurde die Methode von ihren Kindern weiterentwickelt. Mittlerweile ist die Biodynamik in ganz Europa verbreitet. In der Schweiz gibt es seit 1986 den Berufsverband Biodynamik Schweiz BSS, zu dessen Aufgaben unter anderem die Organisation und Koordination der Aus- und Fortbildung in Biodynamik gehört.

Zu den wichtigsten Entdeckungen von Gerda Boyesen gehört die Erkenntnis, dass das vegetative Nervensystem des Körpers bei der Verarbeitung von psychisch Erlebtem eine wichtige Rolle spielt. Im Mittelpunkt steht dabei der Darm und sein Nervensystem, das sogenannte enterische Nervensystem: Der Darm „verdaut“ nicht nur Nahrung, sondern auch psychischen und emotionalen Stress. Boyesen nannte diesen Zusammenhang „Psychoperistaltik“. Das enterische Nervensystem wird deshalb auch als „zweites Gehirn im Bauch“ bezeichnet.

Ein Ungleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele führt zu Spannungsveränderungen, die körperliche, emotionale und mentale Auswirkungen haben und sich in Spannungsänderungen der Gewebeschichten des Körpers spiegeln. Ziel einer biodynamischen Behandlung ist es, mit Hilfe verschiedener Körpertherapien und tiefenpsychologischer Gespräche die physischen und psychischen Blockaden des Patienten zu lösen und einen Spannungsausgleich herbeizuführen. Dies fördert den Selbstheilungsprozess und ermöglicht es dem Patienten, seinen Körper und seine Gefühle wieder wahrzunehmen und in Kontakt mit seiner Lebensenergie zu treten. Als Folge davon kann er neues Vertrauen in sich und in die eigenen Körperwahrnehmungen und Gefühle entwickeln und seine Lebensfreude wiederfinden.

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