Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi

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Die Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi ist eine neurophysiologisch orientierte Therapiemethode für Kinder mit funktionellen, umschriebenen Entwicklungsstörungen sowie für deren Eltern.

PäPKi ist die Abkürzung für Pädagogische Praxis für Kindesentwicklung. Die Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi ist Ende der 1990er-Jahre von der Pädagogin und Bewegungstherapeutin Dr. Wibke Bein-Wierzbinski in Deutschland entwickelt worden. Ihr zufolge steigt die Zahl der Kinder mit umschriebenen Entwicklungsstörungen seit den 1980er-Jahren deutlich. Sie hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, auffällige Kinder in ihrer Entwicklung und Reife gezielt zu unterstützen. Zahlreiche neurophysiologische und sensorische Bewegungstherapien, darunter Bobath, Vojta, Psychomotorik und Sensorische Integrationstherapie nach Ayres, haben die PäPKi-Begründerin Dr. Wibke Bein-Wierzbinski beeinflusst.

Gelehrt wird die Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich. Zwei aufeinander aufbauende Ausbildungslehrgänge werden angeboten – einer mit dem Fokus auf der Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern und einer, der auf Vor- und Primarschulkinder ausgerichtet ist.

Die Bezeichnung Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi ist markenrechtlich geschützt. Bildungsanbieter und Therapeuten, die diese Bezeichnung markenmässig verwenden wollen, sind selbst dafür verantwortlich, sich von der Inhaberin der Marke dazu berechtigen zu lassen. Mit der EMR-­Registrierung ist diese Berechtigung nicht verbunden.

Funktionelle Entwicklungsstörungen zeigen sich in Form von umschriebenen Sprach-, Entwicklungs­ und Lernstörungen. „Umschrieben“ bedeutet in diesem Zusammenhang begrenzt respektive begrenzbar (somit umschreibbar). Im Gegensatz zu tiefgreifenden Entwicklungsstörungen handelt es sich bei den umschriebenen also um Leistungsdefizite in begrenzten Funktionsbereichen. Es sind Störungen, deren Beginn ausnahmslos im Kleinkindalter oder in der Kindheit liegt und die einen stetigen Verlauf zeigen.

Genauer handelt es sich um Entwicklungseinschränkungen oder -verzögerungen von Funktionen, die eng mit der biologischen Reifung des Zentralnervensystems verknüpft sind. Am häufigsten betroffen sind die Bewegungskoordination, die Sprache und die visuell-räumlichen Fertigkeiten. Mit dem Älterwerden der Kinder vermindern sich die Entwicklungsstörungen häufig, jedoch sind geringere Defizite auch noch im Erwachsenenalter zu beobachten.

Etliche Therapieansätze zur Behandlung umschriebener Entwicklungsstörungen sind lediglich symptomorientiert. Weil entsprechende Auffälligkeiten jedoch keine Erziehungsmängel darstellen, lassen sie sich nicht durch wiederholtes Üben der Schwächen beheben. Bei den so behandelten Kindern besteht die Gefahr, dass sie weitere Kompensationsstrategien und neue Verhaltensauffälligkeiten entwickeln. Statt Schwächen zu üben, können versäumte Entwicklungsschritte mit Hilfe der Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi nachgeholt werden.

Dazu wird die natürliche Bewegungsentwicklung bzw. der neuromotorische Aufrichtungsprozess trainiert. Dieser befähigt das Kind, sich aus der liegenden Position gegen die Schwerkraft aufzurichten – mithilfe der sensorischen Integration (zentrale Wahrnehmung und Verarbeitung der Sinnesreize). Die PäPKi-Therapie unterstützt gezielt das neuronale System und die neuromotorische Entwicklung.

Mittels Bewegungstherapie lassen sich Entwicklungsverzögerungen reduzieren und Konvergenzen (Zusammenführen neuronaler Erregungsleitungen) im Hirnstamm erzielen. Dies verbessert die grobmotorische Koordination und führt auch zu fein- und blickmotorischen sowie artikulatorischen Verbesserungen.

Mit einer gestärkten körperbezogenen Selbstwahrnehmung verbessert sich ausserdem die Entwicklung der Selbstkompetenz, der Sozialkompetenz und der Lernkompetenz des heranwachsenden Kindes. Eine Vielzahl von Verhaltensauffälligkeiten lassen sich durch die PäPKi-Therapie reduzieren.

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