Informationen zur Methode

Bewegungs- und Tanztherapie nach Hauschild-Sutter


Definition

Bei der Bewegungs- und Tanztherapie nach Hauschild-Sutter handelt es sich um eine Tanz- und Bewegungstherapie, bei der durch Eigenwahrnehmung die Bewegung geschult und verbessert wird. Die Methode wird mittlerweile auch als psychosomatische Funktionslehre PSFL (Bewegung mit seelisch-körperlicher Wechselwirkung) bezeichnet.

Herkunft

Gründerin der Bewegungsmethode „Psychosomatischen Funktionslehre“ ist die Schweizer Tanz- und Gymnastiklehrerin Bet Hauschild-Sutter (1914-2016). Ihre Funktionslehre bildete in den 1960er-Jahren die Grundlage für die Entwicklung einer speziellen Bewegungs- und Tanztherapie, die vor allem in der Schweiz bekannt ist (Methode Bet Hauschild-Sutter®). Die Tanztherapie PSFL wurde von der Bewegungspädagogin Carmen Pittini (geb. 1978) entwickelt.

Grundlagen

Oft haben Menschen ein kleines Bewegungsrepertoire und Hemmungen, sich frei zu bewegen, obwohl sie im Lauf ihrer natürlichen Entwicklung verschiedene elementare Bewegungsformen wie Liegen, Rollen, Sitzen, Krabbeln, Stehen und Gehen erlernen. Die Bewegungs- und Tanztherapie nach Hauschild-Sutter zielt zunächst darauf ab, dem Patienten diese natürlichen Bewegungsabläufe bewusst zu machen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit zur Neuorientierung und Weiterentwicklung: Ausgehend von einer gesteigerten inneren und äusseren Wahrnehmung kann der Patient neue Bewegungs- und Ausdrucksmöglichkeiten erlernen und falsche Körperhaltungen korrigieren. Die Verbesserung der Bewegungsmöglichkeiten wirkt sich auch positiv auf körperliche und geistige Prozesse aus wie zum Beispiel Atmung, Muskelspannung oder Selbstbewusstsein.

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